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Ausführungsplanung für einen brutalistischen Anbau an ein historisches Haus
Fassade eines Bürogebäudes in Holz
Eine meiner liebsten Spielarten der Nachkriegsmoderne ist Brutalismus nach dem Vorbild japanischen Holzbaus, konkret Kenzo Tanges Verwaltungsgebäudes für die Präfektur Kagawa. Für Tange war es die Antwort auf eine Debatte von Tradition gegen Moderne. Vielleicht ist es etwas stumpfsinnig, wie man diese ganz spezifisch japanischen Formen in den 60ern bei uns Deutschland vielfach rezipiert hat. Hier wurden nie Pagoden gebaut und mit Tradition wollte man damals aus gutem Grund nicht viel Hut haben.
Auch wenn diese Rechtfertigung fehlt, mir gefallen die Konsolen, Brüstungen, das ablesbare Tragwerk und so viel Kleinteiligkeit an gewaltigen Baukörpern; Konstruktive Logik eines Jengaturms: Es werden einfach sehr viele Balken zu einem großen Ganzen gestapelt.
Nun ist (oder sollte zumindest) Betonbau ja leider eher ein Thema von gestern sein. Aber ist es da nicht logisch, wenn man mit diesen Formen arbeiten möchte, einfach einen halben Schritt zurück und einen ganzen nach vorne zu machen und den Beton einfach wieder gegen Holz zu tauschen?
Ich nenne es Brettschichtholzbrutalismus:


Sogar mit Ersatz für Rillenbeton:
