Ein Burgturm, nur als Silhouette gegen einen brennenden Himmel

Ein Heerführer reitet stolz dem Staub entgegen. Denkt er denn, er sei Napoleon?

Kein Heer in seinem Rücken, kein Heer zu seinen Füßen.

Die Töchter und Söhne der Grafschaft Mark stifteten diesen Ort einst. Der Sohn des Kaisers verheizte sie sodann im Weltkrieg. Im Wahn des nächsten Krieges wurde dem steinernen Wilhelm sein kaiserlicher Pomp geraubt und so vielen das Leben.

Grafschaft, Kaiser und preußischen Stolz gibt es nicht mehr.

In den Landen stattdessen die Spuren von Menschen, die ihr Leben leben dürfen, die nicht verheizt werden. Spuren einer Welt, die Fehler hat, die aber doch in Frieden existieren kann. Keine Helden, keine Eroberungen und keine Generäle die mit genialsten Streichen die europäischen Freunde überfallen.

Auf dass der steinerne Kaiser mit seinem Ross ewig in den Staub trabt und doch nicht von der Stelle kommt und kein Kaiser aus Fleisch und Blut je wieder diesen Landstrich beherrscht.

Anfang März 2026 zieht Saharastaub mit warmen Temperaturen über Mitteleuropa und lässt einen am Winterende von der Wüste träumen. Der warme Analogfilm fängt die seltsame Stimmung sehr schön ein. Das fahle gelbe Licht der Sonne erinnert mich tatsächlich ein wenig an den seltsamen Sonnenaufgang, den ich vergangenes Jahr über dem Golf von Suez sehen durfte.

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